48. Deutsche Jazzfestival Frankfurt 2017: Regenmacher, Hohepriester und Kinder des Lichts

09.07.2017 20:03 von jazz (Kommentare: 0)

 

Deutsches Jazzfestival Frankfurt 2017 Logo

 

Nach der erfolgreichen Kooperation mit neuen Partnern im vergangenen Jahr präsentiert sich das Deutsche Jazzfestival Frankfurt erneut in der Alten Oper Frankfurt, im hr-Sendesaal und im Künstlerhaus Mousonturm vom 25. bis 29. Oktober mit insgesamt dreizehn Formationen. Der Kartenvorverkauf begann am 1. Juli. Veranstalter hr2 überträgt auf hr2-kultur die ersten vier Konzertabende live. Der Auftaktabend ist als Livestream auf www.jazzfestival.hr2-kultur.de und danach als Video-on-Demand zu erleben.
 
Auftakt in der Alten Oper
 
Beim Eröffnungskonzert trifft die hr-Bigband unter dem Titel „The New Gospel“ in der Alten Oper Frankfurt mit Cory Henry auf einen der derzeit spannendsten Newcomer der Szene. Das einstige Gospel-Wunderkind auf der Hammond-Orgel ist heute ein Virtuose aller Stile und sorgt etwa im Grammy-gekrönten Musiker-Kollektiv „Snarky Puppy“ für spektakuläre Soli. Zusammen mit der hr-Bigband wird er seine Gospelroots feiern. Anschließend präsentiert Cory Henry mit seiner eigenen Formation „The Funk Apostles“ einen aktuellen Mix aus Jazz, Funk und Soul.
 
Konzerte im hr-Sendesaal
 
Das legendäre hr-Jazzensemble wird auf der Bühne des Funkhauses am Dornbusch eines seiner seltenen Live-Konzerte geben. In der vor fast 60 Jahren gegründeten Formation sind heute Musiker aus allen Generationen vertreten: von Heinz Sauer und Günter Lenz über Christof Lauer und Stefan Lottermann bis zu Valentin Garvie und Uli Schiffelholz. Mit dem Pianisten Craig Taborn ist einer der faszinierendsten Klangmaler der US-Szene zu erleben, und Roger Hanschel führt mit dem „Auryn-Quartett“ ein vielschichtiges Werk für Streichquartett und Altsaxofon auf. Mats Eilertsens Septett „Rubicon“ entführt in magische skandinavische Klangwelten, während der Pianist Tigran Hamasyan in seinem Solokonzert einen Bogen schlägt zwischen seiner armenischen Heimat und amerikanischem Jazz. Schließlich präsentiert das Festival mit Steve Lehman und „Sélébéyone“ das im Moment sicherlich schillerndste Projekt im Spannungsfeld von Hip-Hop und Jazz. Bänz Oester und die „Rainmakers“ steigern im Geiste John Coltranes harmlos erscheinende Melodien zu orkanartigen Improvisationsstürmen, und die Berlinerin Silke Eberhard bringt mit der lange verschollenen „Love Suite“ des viel zu früh verstorbenen Jazzerneuerers Eric Dolphy eine wahre Entdeckung auf die Bühne. Danilo Pérez, John Patitucci und Brian Blade zelebrieren zum Abschluss der Konzerte im hr-Sendesaal in ihrem All-Star-Trio „Children of the Light“ ihr wunderbar telepathisches Zusammenspiel.
 
Das Festival im Künstlerhaus Mousonturm
 
Mit Matthias Nadolny und Bob Degen treffen sich im Matinee-Konzert am Sonntagmittag im Frankfurter Künstlerhaus Mousonturm zwei Meister des musikalischen Doppelpasses. Der Amerikaner, der längst untrennbar zur Frankfurter Szene gehört, und der Dortmunder Tenorsaxofonist spielen Kostproben aus ihrer preisgekrönten CD „You’re my everything“. Afri-kanische Klangfarben und Texturen prägen die Musik von Shabaka Hutchings. Der neue Star der englischen Post-Jazzszene präsentiert beim Abschlusskonzert des Festivals mit seiner südafrikanischen Band „The Ancestors“ farbenreiche Musik mit Bezügen zu „Bitches Brew“, den „Last Poets“, „Afro-Futurism“ bis hin zur Hymnik eines John Coltrane.
 
Das Deutsche Jazzfestival, 1953 in Frankfurt gegründet, ist das älteste kontinuierlich stattfindende Jazzfestival der Welt. Der Hessische Rundfunk (heute hr2-kultur) ist seit den Anfängen mit dabei und veranstaltet das Festival in Kooperation mit der Stadt Frankfurt als festem Partner.
 
Tickets
 
Tageskarten zum Preis ab 17 Euro (Alte Oper), 39,50 Euro (hr-Sendesaal), 15 Euro (Mousonturm) sowie Festivalpässe zum Preis von 162 Euro (Mittwoch bis Sonntag), 131,50 Euro (Mittwoch bis Samstag) und 99,50 Euro (Donnerstag bis Samstag) inklusive Gebühren und RMV gibt es beim hr-Ticketcenter, Tel.: 069/155-2000, www.hr-ticketcenter.de, bei allen bekannten Vorverkaufsstellen und – soweit noch verfügbar – an der Tages- und den Abendkassen.
 
 

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